Begleithundeprüfung

Die Begleithundeprüfung (kurz „BH“) – ist für viele Hundehalter das Ziel, wenn es darum geht, den Grundgehorsam des Hundes unter Beweis zu stellen. Für Agility- und andere Hundesportbegeisterte, die Turnierambitionen hegen, ist sie sogar eine Notwendigkeit: Denn bevor man in Deutschland auf einem Agility-Turnier starten darf, muss man eine Begleithundeprüfung erfolgreich abgelegt haben. In unserem Verein bieten wir in regelmäßigen Abständen einen Vorbereitungskurs für die „BH-Prüfung“ an. Am Ende des Kurses treten die Teams dann zur Prüfung an.

Voraussetzungen:ths-bild2b
Für das BH-Training:

Motivation des Halters und die Bereitschaft auch selbständig zuhause mit dem Hund zu üben. :-D
Das BH-Training ist vielmehr als „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu verstehen. Ohne regelmäßiges Üben zuhause ist der Weg zur erfolgreichen BH kaum zu schaffen. Dies sind übrigens keine zeitaufwendigen Trainingsmaßnahmen: Erfahrungsgemäß reicht es schon vollkommen wenn beim täglichen Spaziergang 5 bis 10 Minuten für kleine Übungen eingeplant werden.

Für die Prüfung:
- Der Hund muss am Prüfungstag mindestens 15 Monate alt sein.
- Hund und Halter müssen Mitglied in einem VDH-Verein sein.

Wichtig: Begleithundeprüfungen, die nicht unter dem Dach des VDH stattfinden (z.B. in privaten Hundeschulen) werden für Agility-Turniere und THS-Turniere nicht anerkannt!!! Die Begleithundeprüfung muss in einem VDH-Verein abgelegt werden!

Was wird geprüft? Bestandteile der Begleithundeprüfung:

Die Begleithundeprüfung besteht aus insgesamt 4 Teilen:
• Theoretische Prüfung (der sogn. „Sachkundetest“)
• Verhaltenstest Hund (die sogn. „Unbefangenheitsprobe“)
• Prüfungsteil A auf dem Übungsplatz
• Prüfungsteil B im Verkehr

1. Theoretische Sachkundeprüfung
In aller Regel beginnt der Tag der Begleithundeprüfung morgens mit der theoretischen Prüfung. Die Hundeführer beantworten hierbei eine Auswahl von Fragen aus dem offiziellen Prüfungskatalog.
Auf der Internetseite des DVG findet man den kompletten Fragenkatalog (inklusive der Lösungen) als Online-Quiz: http://www.dvg-hundesport.de/service/quiz/quiz.php
Und hier noch mal die Fragen im Einzelnen:
Fragenkatalog Teil A: http://www.dvg-hundesport.de/service/quiz/fragen/a.php
Fragenkatalog Teil B: http://www.dvg-hundesport.de/service/quiz/fragen/b.php
Fragenkatalog Teil C: http://www.dvg-hundesport.de/service/quiz/fragen/c.php
Fragenkatalog Teil D: http://www.dvg-hundesport.de/service/quiz/fragen/d.php
Fragenkatalog Teil E: http://www.dvg-hundesport.de/service/quiz/fragen/e.php

2. Verhaltenstest
Nach der theoretischen Prüfung werden dann die Hunde vom Richter auf ihre „Unbefangenheit“ geprüft. Ein Bestandteil dieser Probe ist das Kontrollieren der Chipnummer des Hundes mit einem Lesegerät. Dabei darf der Hund dem Richter gegenüber keinerlei Anzeichen von Aggression oder anderen Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Auch gegenüber den anderen, zeitgleich anwesenden Hunden hat er sich neutral zu zeigen.

3. Prüfungsteil A auf dem Übungsplatz
Nach einem vorgegebenen Schema müssen auf dem Übungsplatz Übungen gezeigt werden. Dabei laufen die Teams paarweise zusammen. Während ein Team die Teile 1-4 absolviert, liegt der Hund von Team 2 in der Ablage (Nr. 5).
Die einzelnen Übungsteile:

1. Leinenführigkeit (15 Punkte)
2. Freifolge (15 Punkte)
3. Sitzübung (10 Punkte)
4. Ablegen in Verbindung mit Herankommen (10 Punkte)
5. Ablegen des Hundes unter Ablenkung (10 Punkte)

In diesem Prüfungsteil müssen mindestens 42 Punkte (von 60 möglichen Punkten) erreicht werden um zu bestehen.

4. Prüfungsteil B im Verkehr
Hat das Team im Prüfungsteil A die erforderliche Mindestpunktzahl erreicht, so kann es sich dem letzten Prüfungsteil, dem sogn. „Verkehrsteil“ unterziehen. Hier soll gezeigt werden, dass der Hund sich im normalen Alltag “ordentlich” verhält. Dabei werden verschiedene Alltagssituationen simuliert.

Zum Beispiel:
Hund und Halter treffen auf:
- eine Personengruppe
- Radfahrer
- Autos
- Jogger, Walker, Inlineskater
- andere Hunde/Tiere

Weitere Übungen können sein:
- Hund wird angebunden und vom Halter allein gelassen.
- fremde Personen kommen vorbei, sprechen den Hund an.
- andere Hunde laufen an dem angebundenen Hund vorbei.

Ansprechpartner bei uns:
Interessieren sie sich für das Begleithundetraining, so melden sie sich bei:
Diana Engels: junghunde(at)agility-saar.de